Warum ein Softwareprodukt ein stabiles Fundament braucht und wie du es konstruierst

Bevor die Programmierung beginnen kann, müssen Unternehmen die technischen Grundlagen für ihr Softwareprodukt festlegen. Dieses Fundament auszutauschen, ist aufwendig und teuer. Daher muss es gut durchdacht sein.

Egal, ob IoT-Lösung, E-Learning-Plattform oder KI-System: Wer ein Softwareprodukt entwickeln möchte, hat häufig zwar dieselben Herausforderungen im Blick, wie sie die Softwareentwicklung birgt: in erster Linie die Suche nach qualifizierten Entwicklern. Die digitale Produktentwicklung bringt jedoch weitere Herausforderungen mit sich.
 

Wo liegt der Unterschied? Software ist einfach ein technischer Baustein, der einen vorgegebenen Zweck erfüllt. Das kann zum Beispiel eine technische Schnittstelle sein, die zwei Systeme verbindet. Für Software liegen in der Regel klare technische Anforderungen vor, die Entwickler lediglich umsetzen müssen. Das ist bei Softwareprodukten oft nicht der Fall.

Was macht ein Softwareprodukt aus?

    1. Ein Softwareprodukt ist eine digitale Lösung, die einen Mehrwert für eine bestimmte Zielgruppe schafft. Dieser muss so groß sein, dass die Anwender bereit sind, für das digitale Produkt zu bezahlen und es langfristig zu nutzen. Dabei spielt die Integration in das digitale Ökosystem der Anwender eine wichtige Rolle.
    2. Ein digitales Produkt ist nie abgeschlossen. Das hat vielfältige Gründe: Nutzererwartungen und technische Möglichkeiten entwickeln sich stetig weiter. Die Vernetzung schreitet voran und erfordert zusätzliche Schnittstellen.
    3. Technisch gesehen basiert ein Softwareprodukt auf einem Tech-Stack, also einem Set aus mehreren Technologien, die bei seiner Entwicklung eingesetzt werden.
Das Lylu Tablet: Alle Funktionen folgen der gleichen, einheitlichen Bedienung. Große Texte. Einfache Symbole. Klare Farben.
Die #SocialApp auf dem Tablet unseres Kunden Lylu ist ein Softwareprodukt, das speziell für Senioren entwickelt worden ist und ihnen die Teilhabe am Internet ermöglicht

Warum es wichtig ist, ein Softwareprodukt auf ein solides Fundament zu bauen

Die drei vorangegangenen Merkmale lassen erahnen: Die Entwicklung eines digitalen Produkts umfasst mehr als reine Programmierleistung. Damit die Lösung nachhaltig erfolgreich sein kann, benötigt sie ein stabiles Fundament. Das mag auf den ersten Blick der Volatilität und Agilität der digitalen Ökosysteme widersprechen. Das Gegenteil ist der Fall: Dieses Umfeld macht es umso wichtiger, die technischen Grundlagen vorausschauend zu planen. Nur so hat das Softwareprodukt auch noch in mehreren Jahren einen Wert für seine Nutzer.

»Die Entwicklung eines Softwareprodukts ist wie ein Hausbau: Am Anfang wird ein Fundament gegossen. Die Architektur baut darauf auf und wird immer komplexer. Das Fundament später auszutauschen, ist aufwendig und teuer. Das bedeutet, dass ich mir am Anfang sehr gut überlegen muss, welches Fundament ich brauche.«

Lionel Born, CEO von L-One Systems

Was macht ein solches nachhaltiges Fundament aus und wie lässt es sich konstruieren? Vier Aspekte sind hier entscheidend: die Vision, das digitale Ökosystem der Anwender, die Skalierbarkeit und das Projektteam.

1. Eine konkrete Vision entwickeln

Ein Softwareprodukt muss exakt auf die Bedürfnisse der künftigen Anwender zugeschnitten sein und ihnen einen echten Mehrwert liefern. Unternehmen sollten zunächst eine klare, durchdachte Vision für ihr Produkt entwickeln. Sie ist nicht nur entscheidend für den Erfolg bei der anvisierten Zielgruppe. Die Vision dient auch als Grundlage, um die richtigen technischen Entscheidungen zu treffen, bevor es an die Programmierung geht. In diesem Schritt sollten Unternehmen Fragen beantworten, wie:

    • Wie möchte ich die Welt mit meinem Produkt verändern?
    • Wer gehört zu meiner Zielgruppe?
    • Wie denkt und handelt meine Zielgruppe?
    • Welchen Mehrwert möchte ich diesen Anwendern bieten und wie?
    • Welches Problem löst mein Produkt?

Diese Fragen helfen, die Vision möglichst konkret auszugestalten. Erste Annahmen lassen sich durch Umfragen oder Interviews mit potenziellen Anwendern validieren.

»Es macht einen Unterschied, ob ich alle Prozesse in einer Abteilung digitalisieren möchte oder bei administrativen Tätigkeiten 25 Prozent Arbeitszeit sparen will. Der Fokus für die Produktentwicklung ist ein anderer.«

Lionel Born

Es reicht jedoch nicht aus, eine Vision zu erarbeiten. Das Projektteam muss ein gemeinsames Verständnis für sie entwickeln und sich ihr verpflichten. So ist sichergestellt, dass das Team im Projektverlauf nur Features entwickelt, die auf die Vision einzahlen. Auf diesem Weg entsteht ein digitales Produkt, das durchweg echten Nutzen für seine Anwender schafft.

In unserem Product Discovery Workshop stellt das L-One-Team die Vision des Softwareprodukts gemeinsam mit den Kunden auf die Probe

2. Das digitale Ökosystem der Nutzer berücksichtigen

Im nächsten Schritt wird festgelegt, wie das technische Fundament des digitalen Produkts aussehen soll. Bereits in dieser Phase kommt Unternehmen die zuvor entwickelte Produktvision zugute. Sie fokussiert den Entscheidungsprozess darauf, den Mehrwert für die Anwender zu maximieren.

»Es ist sehr wichtig, sich vor Augen zu führen: In welchem digitalen Umfeld bewegen sich meine Nutzer? Kein digitales Produkt wird heute „stand alone“ benutzt.«

Lionel Born

Ein besonderer Fokus sollte darauf liegen, das digitale Produkt bestmöglich in das digitale Ökosystem der Nutzer zu integrieren. Was bedeutet das? Projektteams sollten herausfinden, welche bestehenden Softwaresysteme für die künftigen Anwender des Produkts unverzichtbar sind. Je besser das digitale Produkt mit diesen Systemen zusammenspielt, desto höher ist sein Nutzwert. Dabei sollten Fragen im Mittelpunkt stehen, wie:

      • Auf welcher Plattform stellen wir die Software zur Verfügung?
      • Entwickeln wir eine Web-App oder eine Native App, also eine Anwendung, die auf das Betriebssystem des jeweiligen Endgerätes (iOS, Android) zugeschnitten ist?
      • Soll das Softwareprodukt auf einem lokalen Server oder in der Cloud laufen?
      • An welche Softwaresysteme muss das Produkt angebunden werden und welche Schnittstellen sind dafür nötig?

3. Grundlagen schaffen, die gut skalierbar sind

Die Struktur und das Framework sollten so aufgesetzt sein, dass das digitale Produkt später einfach und schnell skaliert werden kann. Das heißt, dass sich sowohl Nutzerzahl als auch Features problemlos erweitern lassen – bei gleichbleibender Produktqualität. Folgende Aspekte sollten Projektteams dabei berücksichtigen:

    • Bei der Auswahl der Features sollten Unternehmen beachten, dass sie deren Qualität und Funktionalität langfristig aufrechterhalten und weiterentwickeln müssen.
    • Insbesondere die Datenhaltung beeinflusst die spätere Skalierbarkeit des Softwareprodukts. Sie sollte daher mit Bedacht gewählt werden.
    • Ein hochwertiger, cleaner Code erleichtert Veränderungen und Upgrades im Verlauf der Produktentwicklung. Der Code sollte gut lesbar und sauber dokumentiert sein. Guidelines innerhalb des Entwicklungsteams sind empfehlenswert.
    • Parallel zur Produktentwicklung sollten auch automatisierte Tests aufgesetzt werden. Sie sparen bei Upgrades später viel Zeit.
L-One Systems hat die E-Learning-App Blink.it App für den Desktop und Mobile Endgeräte entwickelt
Die #eLearning App Blink.it ist bereits seit sechs Jahren auf dem Markt. Das Startup entwickelt das Softwareprodukt gemeinsam mit L-One stetig weiter

4. Das richtige Know-how ins Team bringen

Wer ein Softwareprodukt realisieren möchte, benötigt Entwickler. Das ist nicht grundsätzlich falsch. Wie oben festgestellt: Bevor der Code geschrieben wird, muss das technische Fundament definiert werden.

Diese Aufgabe erfordert umfassendes Fachwissen: Know-how über die vielfältigen digitalen Ökosysteme, die Fähigkeit, die Zielgruppe sowie ihr digitales Umfeld zu analysieren und daraus die richtigen Schlüsse für die technische Basis zu ziehen. Daher lohnt es sich für Unternehmen, mit einem Partner zusammenzuarbeiten, der die gesamte Entwicklung des digitalen Produkts begleitet – vom technischen Fundament bis zum Produktlaunch.

Das Programmieren von Softwareprodukten beinhaltet einige Herausforderungen. Im Gegensatz zu Software bestehen digitale Produkte aus mehreren Softwaresystemen. Jedes Produkt hat seinen eigenen „Tech Stack“. So bezeichnet man das Set der Technologien, das zum Einsatz kommt, um ein bestimmtes digitales Produkt zu entwickeln. Für jede Technologie ist unterschiedliches Know-how erforderlich. Das erschwert es Unternehmen zusätzlich, ein Entwicklerteam für ihr Projekt zusammenzustellen.

Erprobte Methoden für die digitale Produktentwicklung

L-One hat sich darauf spezialisiert, Unternehmen bei den Herausforderungen der digitalen Produktentwicklung zu unterstützen. In unserem Offshore-Team vereinen wir Know-how zu allen gängigen Tech-Stacks.

Unsere Arbeit beginnt vor der Programmierung: Als Entwicklungspartner sehen wir es als unsere Pflicht, die Produktideen unsere Kunden gemeinsam zu hinterfragen. In unserem Product Discovery Workshop entwickeln wir nach einer kritischen Prüfung des digitalen Produkts gemeinsam mit unseren Kunden das technische Fundament.

›  Jetzt einen Product Discovery Workshop gewinnen:
Noch bis zum 24. Mai verlosen wir drei Workshops im Wert von je 1.200 Euro.
Erfahre hier mehr über das Format und die Verlosung!

Wie bringst du dein digitales Produkt in vier Schritten zum Erfolg?
Jetzt mehr dazu lesen!