Outsourcing vs. Outstaffing – was ist der Unterschied?

Wie die Programmierung von Software am besten ausgelagert werden kann

Die Softwareindustrie wächst. Der IT-Markt sucht Arbeitskräfte. Personalern bereitet es zunehmend Kopfschmerzen, für die IT-Abteilung Mitarbeiter zu finden, die gut ausgebildet und gleichzeitig erschwinglich sind und zum Unternehmen passen. Immer häufiger lagern Unternehmen jeder Größe die Entwicklung der benötigten Lösungen aus. Unterschiedliche Modelle befassen sich mit der Delegierung der Entwicklung von Softwarelösungen von einem Unternehmen an ein anderes. Outsourcing und Outstaffing sind zwei grundlegend verschiedene Konzepte, die man zur Entscheidung über die Auslagerung der IT-Entwicklung heranziehen sollte.

von Feras Tanan

Head of Outstaffing at L-One Systems Feras Tanan with team members
Feras Tanan, seit 2018 Leiter Software Development, verfügt über IT-Abschlüsse der Universitäten Damaskus und Darmstadt. Er lebt seit 2015 in Darmstadt und betreut von dort aus die L-One Mitarbeiter in Damaskus.

Outsourcing

Beim Outsourcing der Softwareentwicklung beauftragt ein Unternehmen ein anderes Unternehmen, ein Projekt von A bis Z durchzuführen. Der Auftraggeber ist nicht am Entwicklungsprozess beteiligt. Er leitet weder das Entwicklerteam noch überwacht er den Entwicklungsprozess oder löst technische Schwierigkeiten. Am besten eignet sich dieses Vorgehen für nicht technische Unternehmen ohne Inhouse-Know-how. Die fertige Lösung wird eingekauft.
Das Unternehmen kann mit einem IT-Projektmanager eine operative Schnittstelle zum Outsourcing-Anbieter einrichten und sich regelmäßig mit Updates versorgen.

»Das gesamte Management rund um Einstellungen, Führung und Schulung liegt in der Verantwortung des Dienstleisters. Für Outsourcing wie für Outstaffing.«

Lionel Born, Gründer und CEO von L-One Systems

Vor Beginn eines IT-Projekts sollten die Argumente für oder gegen Outsourcing und Outstaffing geprüft werden. Dies kann entscheidend zum Erfolg des Projekts beitragen.

Pro Outsourcing

    • kein Managementaufwand für Rekrutierung, Verwaltung, Schulung oder andere HR-Aktivitäten, die der Kunde benötigt
    • keine technische Überwachung durch den Auftragnehmer erforderlich, Kauf des Endprodukts
    • garantierte Verwendung der neuesten Technologie während der Entwicklung, da der Outsourcing-Anbieter ein spezialisiertes IT-Unternehmen ist

Kontra Outsourcing

    • höhere Kosten des Outsourcings gegenüber dem Outstaffing
    • keine direkte Kontrolle über Entwicklerteam und Entwicklungsprozess
    • keine innerbetriebliche Know-how-Entwicklung für Softwarelösungen

Outstaffing

Beim Outstaffing verfügt das Unternehmen über ein internes Entwicklerteam, das es um die Entwicklungsdienstleistungen des Outstaffing-Dienstleisters erweitert. Der Kunde schließt mit dem Outstaffing-Dienstleister einen Vertrag über die Bereitstellung von Software, programmiert durch Remote-Entwickler. Wie beim Outsourcing besteht auch beim Outstaffing keine Notwendigkeit, eigene Mitarbeiter zu beschäftigen.

Der Outstaffing-Dienstleister übernimmt die Personalverwaltung. Der Auftraggeber stellt das Remote-Team aus einer Vorauswahl zusammen und leitet die Remote-Entwickler. Das Remote-Team verstärkt das Team des Auftraggebers für den vereinbarten Zeit- und Projektrahmen. Die Strukturierung des Entwicklungsprozesses und die Verteilung der Aufgaben an die Remote-Entwickler erfolgt durch den Outstaffing-Kunden. Alle anfallenden HR-Aufgaben werden vom Outstaffing-Auftragnehmer übernommen.

Outstaffing Process
Beim Outstaffing sind die Inhouse-Entwickler des Auftraggebers direkt mit dem Entwicklungsteam des Auftragnehmers verbunden – Voraussetzung für eine enge und produktive Zusammenarbeit

Unternehmen arbeiten zunehmend mit Outstaffing-Teams, anstatt Entwickler selbst einzustellen. Die Auslagerung des zeitaufwendigen Organisationsmanagements für die zusätzlichen Entwickler entlastet zum einen das eigene Personalmanagement: Rekrutierungsverfahren entfallen ebenso wie Onboarding, Schulung, Lohn- und Gehaltsabrechnung. Auch die Sicherstellung der Mitarbeiterzufriedenheit ist nicht mehr Aufgabe des Unternehmens  – nicht zuletzt entfallen außerdem Fixkosten.

Auf der anderen Seite bedeutet der Outstaffing-Prozess, dass hoch qualifizierte, aber bezahlbare Entwickler sehr schnell verfügbar sind.

Vor- und Nachteile von Outstaffing

  • Seriöse Anbieter von Outstaffing-Dienstleistungen bieten Zugang zu einem großen Pool von zertifizierten Entwicklern mit einer Vielzahl von Spezialgebieten wie (IT-Stacks). Dazu gehören solide Programmierkenntnisse für die Entwicklung von Web- oder App-Anwendungen.

Pro Outstaffing

    • Kunde benötigt keine HR-bezogenen Aktivitäten wie Rekrutierung, Ausbildung oder Verwaltung
    • geringere Kosten für die Personalbesetzung im Vergleich zum Outsourcing
    • direkter Zugang und Kontrolle über das Entwicklungsteam und den Entwicklungsprozess
    • Erhöhung des internen Know-hows

Kontra Outstaffing

    • Zusätzlicher Aufwand für die Einrichtung eines Entwicklungsprozesses, der sowohl vom internen als auch vom externen Entwicklungsteam verfolgt wird und bei dem beide produktiv ineinandergreifen
Das Outstaffing-Team in Darmstadt besteht aus erfahrenen IT-Entwicklern, die den L-One Kunden qualifizierte Entwickler aus dem Offshore-Team zur Verfügung stellen

Outsourcing und Outstaffing bei L-One

Unsere Kunden profitieren bei der Abstimmung von Prozessen zwischen internen und externen Entwicklern von unserer langjährigen Erfahrung als IT-Dienstleister. So stimmen wir unsere Kommunikationswerkzeuge mit denen unserer Auftraggeber ab: zum Beispiel mit zeitgemäßen Programmen wie Slack, Microsoft Teams (einschließlich der verschiedenen Microsoft-365-Anwendungen), Trello, JIRA, Bitbucket und zusätzlicher Kollaborationssoftware, die die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Standorten vereinfacht.

Darüber hinaus können unsere Kunden Weiterbildungsschwerpunkte für ihre externen Entwickler festlegen. 

»Unsere Kunden schätzen an der Zusammenarbeit, dass das interne und das externe Team voneinander lernen. Der Zeitunterschied beträgt nur eine Stunde und gestattet einen flüssigen Austausch.«

Valerie Dietsche, Customer-Relationship-Manager bei L-One Systems, Darmstadt

Bei Outsourcing- und Outstaffing-Projekten werden in der Regel Teams eingesetzt, die remote arbeiten. Der Anbieter muss sicherstellen, dass dies die Qualität der angebotenen Dienstleistung nicht beeinträchtigt und dass er nie die Kontrolle über das Offshore-Team verliert. Wir bei L-One bezeichnen unsere Outsourcing-/Outstaffing-Dienstleistungen daher als Made in Germany. Wir legen großen Wert darauf, die Qualitätsansprüche an uns und unsere Dienstleistungen zu erfüllen.

Lionel Born und Feras Tanan: Outstaffing bei L-One_Systems
L-One Gründer und CEO Lionel Born, Head of Software Development Feras Tanan: Beim Outstaffing werden interne IT-Kapazitäten durch ein Remote-Team erweitert. Auftraggeber und Auftragnehmer agieren als Partner und profitieren gleichermaßen von der Zusammenarbeit.

Datenschutz, Sicherheit, Verfügbarkeit und Kommunikationskompetenz sind verankerte Schlüsselkonzepte, die unser Offshore-Team engagiert umsetzt. Wir verfügen über entsprechende Richtlinien und Protokolle, um sicherzustellen, dass diese Werte stets umgesetzt werden.

Sie möchten ein Softwareprojekt vorantreiben, ohne Neueinstellungen vorzunehmen? Um herauszufinden, welche der Optionen, Outsourcing, Outstaffing – oder eine Mischform –, zu Ihrem Projekt und Ihrem Unternehmen passt, empfehlen wir ein Gespräch mit unseren Experten.

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